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Auch im Liegen eine imposante Erscheinung

Der Owczarek Podhalanski (oder Podhalaner, wie er auch liebevoll genannt wird) besticht durch seine hohe Intelligenz. Er ist ebenso selbstbewußt wie sensibel, zurückhaltend und mißtrauisch Fremden gegenüber, unbestechlich, eigenwillig, ja, teilweise stur und sehr selbständig in seinen Handlungen. Ein gut sozialisierter Hund ist freundlich und niemals agressiv. Seine Reizschwelle ist im Verhältnis zu den russischen Hirtenhunden deutlich höher. Zu seinen Menschen entwickelt er eine sehr enge Bindung, was zur Folge hat, dass er sich in Gefahrensituationen selbstlos vor sie stellt.

In der Regel reicht jedoch schon seine imposante Erscheinung zusammen mit einem tiefen, fast donnerartigen, Grollen, ab und an auch verbunden mit Scheinangriffen, aus, um sein Revier bzw. sein Rudel vor Gefahren zu schützen. Aktives Angreifen stellt immer die letzte Möglichkeit dar, wenn alles andere nicht hilft. Er eignet sich auch für die Begleithundeprüfung, sollte dagegen aus den o.a. Gründen nie für den Schutzdienst ausgebildet oder gar verwendet werden.

Gemeinsames Nickerchen nach Kuschelstunde

Versuchs doch mal mit Gemütlichkeit!

Der Podhalaner in der Familie

Die Eigenschaften, die diesen Hunden für ihre eigentliche Aufgabe angezüchtet worden sind, z.B. Rubustheit, Schneid und Arbeitsleistung, können die Haltung als reinen Familienhund erschweren. Der Mensch sollte ihn mit Respekt behandeln und sich auch darüber im Klaren sein, welche Rasse er an der Leine führt und welche Verantwortung für alle Beteiligten daraus resultiert. Die Rangordnung muß bei diesen Hunden ganz klar geregelt sein.

Die für einen Podhalaner passenden Menschen sind großzügig im Sinne von "tolerant", dabei gleichwohl konsequent und besitzen eine große Liebe für diese Rasse und deren Eigenheiten.
Von wesentlicher Bedeutung für das Wohlbefinden des Podhalaners ist eine Familie, zu der er Vollkontakt hat, so werden durch regelmäßige „Kuschel- oder Streichelmomente“ die Bindungen zwischen Mensch und Podhalaner immer weiter gepflegt bzw. vertieft. Am liebsten lebt er mit seiner Familie gemeinsam im Haus, möglichst mit freiem Zugang zum Garten.

Unsere 3 Mädels, oben Bjenna & Marie, unten als Couchvorleger Ribanna

Bjenna & Ribanna im Garten beim Spielen

Obwohl er den Aufenthalt im Freien liebt, ist er nicht für eine Zwinger- oder Kettenhaltung geeignet! Das ideale Umfeld für einen Podhalaner stellt mit Sicherheit ein Haus mit möglichst großem Garten dar, das er als Revier bewachen kann. Wichtig für ihn ist eine Aufgabe und ein gesundes Maß an Bewegung sowie Abwechslung.
Wer über tolerante Nachbarn verfügt, ist übrigens eindeutig im Vorteil, neigt der Podhalner doch dazu, mit Gebell auf sich aufmerksam zu machen, wenn etwa Fremde sich seinem Revier nähern.

Auch in Lokalen, hier zusammen mit einem Pon,
Ich bleibe nicht draussen, ich komm mit rein!
ist der Podhalaner ein meist willkommener Gast

Podhalaner Ahoi!

Der Podhalaner kann seine(n) Menschen überall hin begleiten, ob zum Einkauf, ins Lokal wie links zu sehen ist, oder wohin auch immer.
Die enge Bindung an sein Rudel führt dazu, dass er bei Reisen o.ä. möglichst mitgenommen oder aber daheim von einer ihm vertrauten Person betreut werden sollte.
Wenn das nicht möglich ist, sollte eine Unterbringung in einer Hundepension nur dann erfolgen, wenn diese über Erfahrungen im Umgang mit Hirtenhunden verfügt.