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Kurze Einführung in die Geschichte des Owczarek Podhalanski

Ich möchte Ihnen auf dieser Seite eine kleinen Überblick über die Geschichte und Herkunft des Owczarek Podhalanski geben, die selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und dennoch vielleicht die einen oder anderen Eigenschaften des Podhalaners verständlicher macht.
Dieser weiße Hund aus dem polnischen Teil der Tatra trägt viele Namen, die offizielle Rassebezeichnung jedoch lautet Polski Owczarek Podhalanski, was soviel wie "Polnischer Schafshund" oder auch "Polnischer Hirtenjunge" bedeutet. Der im deutschsprachigen Raum meist genannte Namen, "Podhalaner", ist auf die Landschaft Podhale zurück zu führen. Diese liegt im Tatra-Hochgebirge, nahe der slowakischen Region Liptauen.

Die polnische Tatra, Heimat des Podhalaners

Podhalaner bei der Arbeit

Es kann zwar niemand etwas Genaues über die Herkunft sagen, doch wird heutzutage allgemein davon ausgegangen, dass die weissen Hirtenhunde im Zuge der Völkerwanderungen während des 6. und 7. Jahrhunderts in das heutige Polen gelangt sind. Es wird vermutet, dass aus eben diesen Hirtenhunden wahrscheinlich im Laufe der Zeit sowohl der Polski Owczarek Podhalanski wie auch der Slovensky Cuvac und der ungarische Kuvasz hervorgegangen sind.
Obgleich es sich dabei um drei verschiedene Rassen handelt, sind die Unterschiede sehr gering und werden nur dann deutlich, wenn man das Glück hat, Hunde aller drei Rassen gleichzeitig vor sich zu haben.

In Polen , insbesondere natürlich im Tatra-Raum, weit verbreitet, trat der Owczarek Podhalanski ausserhalb Polens zunächst kaum in Erscheinung. Erst 1963 wurde der Podhalaner durch die FCI als eigenständige Rasse anerkannt und nicht zuletzt dadurch auch über die polnischen Grenzen bekannt.
Ausserhalb Polens hat er insbesondere in Holland und in den Vereinigten Staaten inzwischen einen großen Freundeskreis gefunden.
Mit der Anerkennung durch die FCI war auch eine Zucht nach heutigem Verständnis, also mit Standards, möglich. Der aktuelle Zuchtstandard wurde inzwischen mehrfach überarbeitet, zuletzt im Jahre 1995.

Auf diesem S/W-Bild ist der Podhalaner kaum zu erkennen und doch mittendrin!

Podhalanersicht auf seine Schafherde

Das Haupteinsatzgebiet des polnische Nationalhundes ist der Schutz der Schafsherden vor Raubtieren wie Bären und Wölfen, aber auch vor Viehdieben.
Am Tage beobachtet er meist aus einer Anhöhe heraus seine Herde und zieht mit ihr und den Hütehunden (den Pons, den polnischen Niederungshütehunden) selbständig zu neuen Weidestellen.
In der Nacht beginnt dann seine Hauptaufgabe, das Beschützen und Bewachen der Herde. Der weißen Fellfarbe kommt dabei eine wichtige Bedeutung zu, denn einerseits können sie dadurch für den Menschen besser von den Wölfen unterschieden werden, andererseits ist es ihnen möglich, sich frei in den Schafsherden zu bewegen, ohne von den Wölfen erkannt zu werden.